Veränderung ist möglich - sechs Zutaten für nachhaltigen Erfolg


Mehr Sport machen, weniger Schokolade essen, etwas Neues lernen, sich weiterbilden, freundlicher zu den Mitmenschen sein – so unterschiedlich diese Vorsätze auch klingen mögen, sie haben eins gemeinsam: sie verlangen eine Veränderung unseres Verhaltens. Unserem inneren Schweinehund passt DAS ganz und gar nicht. 

Wie es trotzdem gelingen kann, das verrate ich Ihnen heute in diesem Artikel


Der innere Schweinehund ist von Veränderungen nicht begeistert

Mit Eifer geht es los

Schon ab dem Spätherbst kann  man die verheißungsvollen Schwüre hören: nach Weihnachten wird alles anders. Vorher macht es ja auch keinen Sinn - aber dann...

Mit neuen Fitnesstrackern, stylischen Laufklamotten, Ernährungstipps und Fortbildungsprogrammen etc., starten wir also ins neue Jahr. Die ersten Tage herrscht noch überschäumende Motivation, dann, wenn es in der Komfortzone beginnt ein wenig unbequem zu werden, kriechen die ersten Zweifel an. Ob das wirklich so eine gute Idee war? Die ersten Teilnehmer verlassen bereits jetzt verlegen lächelnd das Spielfeld. "War ja nicht so ernst gemeint...".

Die verbleibenden gehen in die nächste Runde. Wäre ja gelacht. Weiter geht’s. "Ich werde es Euch schon zeigen!". Nur wem genau? Irgendwie ist da gar kein Gegner, den man ernsthaft in die Verantwortung ziehen könnte... Ok - wir tun es in diesem Moment vielleicht trotzdem. Der Partner / die Partnerin ist ja schließlich vielleicht doch ein wenig schuldig.

Es wird unbequem...

Schließlich könnte sie / er ja auch ein wenig mitleiden und nicht so unverschämt zufrieden sein. Noch ein paar Tage schmollen - dann verlassen die nächsten Spieler im Veränderungs-Marathon das Spielfeld. "Hat ja alles keinen Sinn...". 

Der Misserfolg schlägt auf die Laune, auf das Selbstbild und die Hoffnung, dass man "es" irgendwann doch noch gebacken kriegt, schwindet.

Blue Monday und der 17. Januar singen ein Lied davon

Es ist nur ein schwacher Trost, dass das beschriebene Phänomen so weit verbreitet ist, dass es sogar Einzug in die Kalender der "besonderen Tage" gehalten hat. So wird der 17. Januar gefeiert als der "wirf-Deine-guten-Vorsätze-über-Board-Tag". Der dritte Montag im Januar wird seit 2005 als "Blue Monday" begangen. Erstmalig hat ein britisches Reiseunternehmen behauptet, dieser Tag sei der deprimierendste Tag des Jahres. Das Wetter ist trüb, die Kreditkartenabrechnung von Weihnachten liegt auf dem Tisch und die guten Vorsätze schwinden dahin. Die zur Berechnung angewendete Formel gehört in die Abteilung "unsinnige Messung" und entbehrt jeder wissenschaftlichen Basis. Dennoch kennen gerade diejenigen, die mit dem "eigentlich wollte ich", "eigentlich sollte ich" kämpfen, gewisse Stimmungstiefs in dieser Zeit.

Inspiration und Motivation für Veränderung

Der Reporter, Cliff Arnall, welcher dem Blue Monday ursprünglich seinen Namen gab, sagte später, er wollte den Tag nie negativ klingen lassen, sondern Menschen dazu inspirieren, Maßnahmen zu ergreifen und mutige Lebensentscheidungen zu treffen (Wikipedia).

Und alle, die sich jetzt fragen, wie das gelingen kann, sollten unbedingt weiter lesen. Die psychologische Trickkiste hat da so einiges zu bieten. 

Die Veränderung gestalten

Seit knapp fünf Jahren bin ich unterwegs als Trainerin für Change-Management. In meinen Seminaren lernen Menschen, wie Veränderungsprozesse so gestaltet werden können, dass sie gelingen.

Expertin in beiden Welten - die spannende Schnittmenge von Changemanagement und Prävention

Ich bin Expertin für Veränderung und auch Expertin für Stressmanagement und Resilienz. Erst im Laufe der Zeit habe ich bemerkt, wie nah diese Felder doch beieinander liegen!  In allen Bereichen spielen die Bedürfnisse und Emotionen des Einzelnen eine sehr große Rolle. 

Die tragende Rolle der Gefühle und Bedürfnisse verstehen

Veränderung im Großen ist oft mit Angst verbunden. Das lehrt uns leider auch die (noch) herrschende Pandemie...  Doch auch Veränderung im Kleinen hat es in sich. Das eigene Verhalten dauerhaft zu verändern, verlangt nach neuen Gewohnheiten und Ritualen. Eingefahrene Wege und teils jahrzehntelange Muster müssen aufgebrochen werden. Eine der größten Hürden dabei: unser Bild und Vor-Urteil über uns selbst. Wer sich selber als schwach, veränderungsresistent oder unfähig beschreibt, der gibt schon auf, bevor er angefangen hat.

Veränderung ist ein aktiver Akt und ganz am Anfang steht die klare Entscheidung. Und dazu braucht es Kraft und Mut.

"Ob Du denkst, Du schaffst es,

oder Du schaffst es nicht.

Du wirst in jedem Fall Recht behalten."

Henry Ford


Sechs Zutaten für gelingende Veränderung


1. Die Vision

Wir Menschen leben in Bildern und Geschichten. Das ist wichtig zu verstehen, wenn wir uns auf neue Wege begeben. Gelingt es uns, ein klares Bild von unserem gewünschten Zielzustand in uns entstehen zu lassen, haben wir uns die wichtigste Kraftquelle erschlossen.

Wenn wir uns mit allen Sinnen unser neues "Ich" vorstellen können, legen wir eine wichtige Spur, um den Weg dorthin auch bewältigen zu können. 

Impuls:

Wie wird es sein, wenn ich die gewünschte Veränderung umgesetzt habe? Wie fühlt es sich an? Woran erkenne ich, dass ich es geschafft habe?


2. Das Ziel

Oft scheitern wir mit unseren Vorsätzen, weil wir kein klares Ziel haben. Was genau bedeutet "weniger Schokolade"? Wie viel ist "mehr Sport"? Zur Orientierung und auch um Erfolge sichtbar zu machen, ist es wichtig ganz konkrete Zielmarken zu stecken. 

Zum Beispiel: Ich gehe pro Woche einmal zum Schwimmen und fahre mit dem Rad zur Arbeit, anstatt mit dem Auto. 

Manchmal ist das Ziel einfach auch zu groß gepackt! "Ich werde 15 Kilo in 8 Wochen abnehmen" ist ein frommer Wunsch - realistisch ist er kaum. 

Übersichtliche und realistische Teilziele erhöhen die Erfolgswahrscheinlichkeit und verhindern, dass bei den ersten Schwierigkeiten gleich der komplette Plan verworfen wird.

Impuls:

In welchem Zeitrahmen lässt sich der erste Veränderungsfortschritt realisieren? Wie genau wird dieser sichtbar werden? Welche nächsten Etappen machen Sinn?


3. Ein kräftiges "Warum" oder "Wofür"

Richtig Schwung kommt in die Veränderung durch ein möglichst klares WARUM und WOFÜR. Was sind die Gründe, die für die Veränderung sprechen? Wofür lohnt sich der Weg? Worin liegt der Sinn eine Veränderung anzustreben.

Diese Fragen können nur von IHNEN beantwortet werden. Gründe, die eine andere Person in den Raum stellt, haben keine Kraft. Sollten Sie also ausschließlich auf Wunsch eines anderen etwas ändern wollen, dann können Sie jetzt aufhören zu lesen. Bringt nichts. 

Nur, wenn Sie Emotionen und Bilder für Ihr Wofür finden und die Kraft wahrnehmen können, die darin liegt, haben Sie den "Zauberstab" gefunden.

Impuls:

Wofür kann es sich lohnen Veränderung zu wagen? Welche Gründe sprechen dafür? Tu ich es für mich oder weil andere es von mir erwarten?


4. Hindernisse und Extra-Schleifen einplanen

Auch wenn wir geradlinige Wege und steile Lernkurven lieben: Neues zu lernen, Gewohnheiten zu verändern, braucht Zeit, Geduld und einen Plan B.

Es ist wichtig sich über mögliche Hindernisse und Ausnahmen Gedanken zu machen. Wenn ich mir schon vor dem Eintreffen einer Hürde einen Alternativplan zurechtgelegt habe, ist die Gefahr gebannt, dass ich vorschnell meine Pläne über Board werfe. 

Ein Beispiel: Ich habe ich mir fest vorgenommen am Sonntag laufen zu gehen. Es ist Sonntag und es regnet in Strömen. Als Plan B ziehe ich das Schwimmbad aus der Tasche. Der Schweinehund kann auf dem Sofa auf mich warten.

Impuls:

Was könnte mich daran hindern mein Ziel zu verfolgen? Welche drei Möglichkeiten habe ich, wenn es schwierig wird?


5. Verbündete suchen

Der Mensch ist ein soziales Wesen und ein Rudeltier. Wir lieben es (zumindest die Mehrheit) uns in Gruppen zusammenzurotten. Gleiche Interessen und Ziele machen uns zu Verbündeten. Positiv gestimmte Menschen beflügeln uns. Diese sozialpsychologische Tatsache können wir uns bei Veränderungsvorhaben zunutze machen. Gleichgesinnte zu finden ist heute leichter als je zuvor. Das Internet wimmelt nur so von Foren und Gruppen. Dort findet man Vorbilder, Ratgeber und tapfere Mitstreiter oder wertvolle AustauschpartnerInnen. Darum ist in den Kursen der Glücksschmiedewerkstatt das Gruppenerleben auch großgeschrieben! Ein eigenes Forum dient zum Austausch und zur Motivation der Kursteilnehmer auf dem Weg zu mehr Resilinz und Stresskompetenz.

Ein "Energiespender" im nahen Umfeld ist ebenso kostbar und unterstützend. Kleine Challenges und regelmäßiger Austausch erhöht die Motivation und das Durchhaltevermögen. Von Miesmachern und Lästermäulern sollte man sich hingegen eher distanzieren. Die saugen nur wertvolle Energie ab und bremsen uns auf unserer Veränderungsreise.

Impuls:

Welche Menschen geben mir Kraft für mein Vorhaben? Wo finde ich Verbündete, Weggefährten?


6. Erfolge feiern

Wir Menschen sind gut darin unsere Fehler, Schwächen und Ausrutscher zu analysieren und in den Fokus zu nehmen. Viel gewinnbringender ist es jedoch unsere Erfolge, Fortschritte und Erkenntnisse zu feiern. Sich selbst mal auf die Schulter zu klopfen, sollte man sich zur festen Gewohnheit machen!

Wenn wir ein Etappenziel erreicht haben, sollten wir das bewusst würdigen und feiern. Wir werden dabei mit einer Glückshormon-Dusche belohnt. Diese Erfahrung spornt uns wiederum an, die nächste Etappe zu bewältigen. Feiern motiviert! Wir sollten es öfter tun.

Impuls:

Was ist mir schon gut gelungen? Worauf kann ich stolz sein? Welche Stärke unterstützt mich bei meiner Veränderungs-Mission?




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